Anja hat Molly, die zum Assistenzhund ausgebildet wird, im Sommer 2019 selbst zu Wort kommen lassen:

Also, ich bin die Molly, eine Golden Retriever-Hündin.  Zur Zeit bin ich noch ein kleiner Welpe, der noch viel lernen muss.

Später soll ich meinem Frauchen helfen, die im Rolli sitzt. Frau Denker hat mir gezeigt, wohin ich mein Frauchen später so begleiten muss. Sie hat mir meine Unsicherheit genommen und mir gezeigt, dass man keine Angst in der großen Welt haben muss. Sie nennt so etwas Sozialisierung. Ich bin ganz begeistert, wenn mir Frau Denker mit ganz viel Geduld und Leckerlies die Welt erklärt. Das hat mir bisher riesig viel Spaß gemacht.

Immer wenn mein Frauchen Hilfe braucht, steht ihr Frau Denker hilfreich zur Seite.
Frau Denker hat auch schon Rolli fahren geübt, um zu fühlen, wie das so ist, wenn man aus dem Rolli einen Hund führt.
Sie hilft aber auch Hunden, die kein Frauchen im Rollstuhl haben.

Eure Molly

 

… Molly meldet sich nach einem Jahr (Sommer 2020) noch mal zu Wort:

Inzwischen bin ich, Molly, kein kleiner Welpe mehr sondern zu einer selbstbewussten jungen Golden Retriever-Dame mit viel Power herangewachsen. Übrigens bin ich jetzt auch schon als Assistenzhund angemeldet.

Inzwischen war ich noch mal für insgesamt fünf Monate bei Frau Vogelsang im Training. (Warum Frau Denker jetzt Vogelsang heißt verstehe ich nicht, aber die Menschen sagen, das liegt an einer Hochzeit.) Nachdem sie mir früher mit ganz viel Spaß die weite Welt gezeigt hat, ging es dieses Mal um ernstere Dinge. Nämlich die Aufgaben, die ich als Assistenzhund so erfüllen muss. Aber auch das konnte Frau Vogelsang mir mit viel Spaß und Belohnung vermitteln. Inzwischen kann ich meine Power immer besser zügeln und trotz Ablenkung brav an durchhängender Leine am Rolli gehen, wenn ich mein Frauchen überall hin begleite. Wenn man mir „platz“ sagt, bleibe ich an Ort und Stelle liegen, selbst wenn nette Menschen versuchen, mich zum Streicheln anzulocken oder Hunde ganz dicht an mir vorbei gehen, mit denen ich sooo gerne spielen würde. Für mein Frauchen ist das sehr wichtig, damit sie mich auch mal warten lassen kann, wenn ich sie irgendwo doch nicht begleiten darf. Denn auch wenn Assistenzhunde wie ich viel öfter mitdürfen als normale Hunde, geht das manchmal trotzdem nicht. Das Apportieren von bestimmten Gegenständen habe ich inzwischen auch drauf, um meinem Frauchen behilflich zu sein. Ganz neu bei Frau Vogelsang gelernt habe ich, meinem Frauchen nicht einfach irgend eine Flasche Wasser aus dem Kasten zu bringen, sondern vorher mit der Schnauze zu prüfen, ob die Flasche voll oder leer ist und nur volle Flaschen zu bringen. Leere Flaschen apportiere ich zwar lieber (die sind so schön leicht), aber die helfen meinem Frauchen nicht, wenn sie etwas trinken möchte. Außerdem hat mir Frau Vogelsang jetzt noch beigebracht, Türen für mein Frauchen zu schließen.

Obwohl ich schon als Assistenzhund angemeldet bin, übt mein Frauchen weiter und Frau Vogelsang unterstützt sie auch in Zukunft. Ich bin ja noch ein Junghund und habe noch viel Potenzial. Unter anderem stehen noch das Öffnen von Türen und weitere Gegenstandsunterscheidungen auf dem Plan. Ich freue mich sogar schon auf den nächsten Trainingsblock bei Frau Vogelsang, weil es dabei immer so viele Leckerlies gibt.

Ich, Molly, kann die Hundeschule von Frau Vogelsang also sehr empfehlen und mein Frauchen sagt, sie sieht das auch so.

Eure Molly